
Und wieder zwei Seiten die Euch interessieren werden, wenn ihr HTML5 interessant findet und schon heute nutzen wollt.
Das Foto ist diesmal von N-ino@flickr

Die Kommunikation zwischen Browser und Server erinnert mich momentan irgendwie an die Schlümpfe. Es läuft immer nach dem Motto “Papa Schlumpf, wie weit ist es denn noch?” Worauf der der Server Papa Schlumpf antwortet “Nicht mehr weit.”. Das ganze wiederholt sich andauernd und hat einen entscheidenden Nachteil: Es verursacht Last auf dem Server, wo wir sie nicht wirklich benötigen.
Mit HTML5 bietet sich uns hier eine neue Möglichkeit die Kommunikation zwischen Client und Server zu realisieren: WebSockets.
Technisch betrachtet startet das WebSocket-Protokoll wie ein ‘normaler’ http-Request/Response-Zyklus, nur, dass nach der Übertragung der HTTP-Request- und Response-Header die zugrundeliegende TCP-Connection bestehen und dadurch für binäre bzw. Zeichenketten-Übertragung in beide Richtungen frei wird. Dadurch kann auch der Server zu jedem Zeitpunkt Daten zum Client schicken. Zudem wird der weitere Protokoll-Overhead im vergleich zu HTTP stark reduziert (im Idealfall nur 2 Bytes zusätzlich pro Text-Nachricht und Richtung).Wikipedia
Was für einen kleinen Blog eher uninteressant ist macht für größere Applikationen schon mehr Sinn. Noch kann man WebSockets nur mit Safari und Chrome nutzen aber wer sich ein wenig mit JavaScript auskennt kann hier eine schicke Fallback-Lösung entwickeln.
Neugierig? Ein Blick auf nettuts.com lohnt sich: Start using HTML5 WebSockets today
Foto Trevor Coulthart@flickr

Immer komplexere Webanwendungen erfordern auch immer größere Mengen an Daten, die gespeichert werden müssen. Mit HTML5 kann man diese zumindest teilweise auf den Client auslagern oder wenigstens die Last auf den eigenen Datenbankservern etwas mindern.
Für die kommende Ausgabe der Weave (#4.2010) habe ich auf 5 Seiten ein kleines Tutorial geschrieben das Euch zeigt, wie man mit modernen Browsern schon jetzt dieses wirklich geniale feature von HTML5 nutzen kann.
Irgendwie hat mich HTML5 so richtig gepackt und während ich mich für diverse Projekte und Vorträge schon etwas länger mit HTML5 auseinandersetze kommt meine Seite hier irgendwie zu kurz.
Nachdem Arne Kriedemann mich aber eben auf einen etwas älteren Artikel im Smashing Magazine hingewiesen hat habe ich auch auf dieser Seite die HTML5-Integration etwas vorangetrieben. Noch ist das alles nicht sehr umfangreich aber es wird langsam aber sicher.
Wie sieht es bei Euch aus? Ist HTML5 schon in der Planung oder noch leise Zukunftsmusik?

Eigentlich spielen wir ja alle gerne mit Dingen, die noch nicht fertig sind und wenn manche könnten, hätten wir hier sicherlich schon Seiten mit HTML6 oder so. Damit wir aber erstmal alle damit aufhören können uns lange Doctypes zu merken, wie für XHTML oder HTML4 stellen wir unsere Seite mit wenigen Zeilen Code auf HTML5 um:
<!DOCTYPE html>
<html>
<head>
Das tut keinem Browser weh und wir können jetzt hier und da noch ein paar Attribute sparen.
Beispiel: Zeichensatz
<meta charset="UTF-8" />
Klar, das ist noch keine vollständige Umstellung auf HTML5 denn HTML5 bietet noch zahlreiche sehr coole Funktionen aber wir fangen doch alle irgendwie klein an und was spricht schon gegen einen neuen Doctype.
PS: Wenn ihr es nicht mehr erwarten könnt und beispielsweise schon zahlreiche neue Elemente einbauen wollt dann schaut mal beim HTML5Doctor rein und vergesst den IE6 und Firefox 2 nicht.
Dieses Blogposting wurde übrigens inspiriert von Kommentaren beim Nasendackel. It’s HTML5-time.
Foto: adactio@flickr