Browser Wars II?

“The way I think about it is: HTML5 is HTML5. You implement the standard to the letter and then in addition to that, there are ways to differentiate the broader web browsing experience,” Bixhorn said. “If you look at our hardware acceleration implementation and you compare it to other browser makers, we’re all doing the HTML5 spec, but we’re able to differentiate the experience in IE. With site pinning, it’s outside of the bounds of HTML, but we’re creating a better experience there too.”
Internet Explorer Evangelist Ari Bixhorn, readwriteweb.com

Warum wird mir immer übel, wenn ich von Mitarbeitern von Microsoft sowas lese?

Lesestoff: HTML5

Und wieder zwei Seiten die Euch interessieren werden, wenn ihr HTML5 interessant findet und schon heute nutzen wollt.

Das Foto ist diesmal von N-ino@flickr

WebSockets

Ein Schlumpf

Die Kommunikation zwischen Browser und Server erinnert mich momentan irgendwie an die Schlümpfe. Es läuft immer nach dem Motto “Papa Schlumpf, wie weit ist es denn noch?” Worauf der der Server Papa Schlumpf antwortet “Nicht mehr weit.”. Das ganze wiederholt sich andauernd und hat einen entscheidenden Nachteil: Es verursacht Last auf dem Server, wo wir sie nicht wirklich benötigen.

Mit HTML5 bietet sich uns hier eine neue Möglichkeit die Kommunikation zwischen Client und Server zu realisieren: WebSockets.

Technisch betrachtet startet das WebSocket-Protokoll wie ein ‘normaler’ http-Request/Response-Zyklus, nur, dass nach der Übertragung der HTTP-Request- und Response-Header die zugrundeliegende TCP-Connection bestehen und dadurch für binäre bzw. Zeichenketten-Übertragung in beide Richtungen frei wird. Dadurch kann auch der Server zu jedem Zeitpunkt Daten zum Client schicken. Zudem wird der weitere Protokoll-Overhead im vergleich zu HTTP stark reduziert (im Idealfall nur 2 Bytes zusätzlich pro Text-Nachricht und Richtung).Wikipedia

Was für einen kleinen Blog eher uninteressant ist macht für größere Applikationen schon mehr Sinn. Noch kann man WebSockets nur mit Safari und Chrome nutzen aber wer sich ein wenig mit JavaScript auskennt kann hier eine schicke Fallback-Lösung entwickeln.

Neugierig? Ein Blick auf nettuts.com lohnt sich: Start using HTML5 WebSockets today

Foto Trevor Coulthart@flickr

HTML5 Buch

Peter Kröner ist Webdesigner aus Osnabrück und einer der HTML5-Gurus im deutschsprachigen Web. Auf seiner Webseite bloggt er schon seit einiger Zeit über Webdesign und auch speziell HTML5 und so war es wohl nur logisch das irgendwann ein Verlag, in diesem Fall Open Source Press, an seine Tür klopft damit Peter sein Wissen zu Papier bringt: Das HTML5 Buch

Das Resultat kann sich sehen lassen denn es ist in meinen Augen momentan die brauchbarste Quelle zu HTML5 und ein hervorragender Einstieg in den (vielleicht irgendwann mal) neuen Standard. Nach einer informativen Einführung in die Thematik demonstriert Peter anhand zahlreicher Beispiele die Neuheiten in HTML5. Der enorme Vorteil an diesem Buch ist aber auch zugleich die kalkulierte Schwäche: Das Buch beschreibt einen Standard der noch nicht fertig ist (und wenn es nach dem W3C geht dies wohl auch nicht in den nächsten 10 Jahren wird) und der sich in Entwicklung befindet. Viele interessante Diskussionen werden noch immer über HTML5 geführt und auch wenn alle modernen Browser in einem gewissen Umfang HTML5 unterstützen nutzt das Buch in gewisser Weise den momentanen Hype um HTML5.

Trotzdem möchte ich das Buch allen empfehlen, die sich für HTML5 interessieren und sich als “early adopter” sehen. Einige Dinge kann man sicherlich schon jetzt produktiv bei kleinen Projekten verwenden und ich persönlich erwarte auch nicht das viele der Dinge, die Peter in seinem Buch beschreibt, nochmal über den Haufen geworfen werden. Gerade bei Themen wie Canvas sollte man, meiner Meinung nach, schnell Erfahrungen sammeln denn hier bieten sich sehr viele potentielle Möglichkeiten für neue Anwendungen im Web.

HTML5 Storage API

Immer komplexere Webanwendungen erfordern auch immer größere Mengen an Daten, die gespeichert werden müssen. Mit HTML5 kann man diese zumindest teilweise auf den Client auslagern oder wenigstens die Last auf den eigenen Datenbankservern etwas mindern.

Für die kommende Ausgabe der Weave (#4.2010) habe ich auf 5 Seiten ein kleines Tutorial geschrieben das Euch zeigt, wie man mit modernen Browsern schon jetzt dieses wirklich geniale feature von HTML5 nutzen kann.